Seit der ersten August - Woche haben wir wieder erntefrische Sellerie im Angebot. Wir ernten auch laufend Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln und liefern sie frisch an die Verteilzentren.
Das nasse Juli - Wetter hat uns ein wenig eingebremst. Wenn das Wetter aber im August, so wie angekündigt, sommerlich warm wird, können wir wieder uneingeschränkt die Böden bearbeiten.
Am 18. Juli 2025 haben wir unser Weizenfeld gedroschen. Auf dem Bild unten steht der Traktor mit angehängtem Grubber auf dem abgeernteten Feld bereit um die Stoppeln einzuarbeiten.
Auf dem Bild sieht man auch, dass wir auf dem Feld Gülle ausgebracht haben. Wie wichtig eine stetige, regelmässige Düngung ist, kann man leicht anhand folgender Zahlen sehen:
- Brot aus Weizenmehl enthält etwa 9% Protein
- Die Proteine im Mehl bestehen wiederum zu ungefähr 17.5% aus Stickstoff.
- In der Schweiz isst eine erwachsene Person etwa 42 kg Brot pro Jahr
- Rein rechnerisch konsumieren wir also allein mit dem Brot pro erwachsene Person und Jahr um die 660 Gramm Stickstoff
- Handelsüblicher Stickstoffdünger (Ammonsalpeter) enthält 27% Stickstoff
Überspitzt ausgedrückt müsste jede Siedlung eigentlich jeweils pro 10'000 erwachsene Einwohner und Jahr rein rechnerisch einen ganzen Sattelschlepper (24 Tonnen) voll Ammonsalpeter an die Landwirtschaft liefern, allein um den Stickstoff - Entzug durch den Brotkonsum auszugleichen! Da die Städte und Gemeinden diese Möglichkeit aber nicht haben, muss die Landwirtschaft die Nährstoffe auf anderem Wege wieder hereinholen.
Wir lösen das Problem, indem wir z.B. Brachen mit Leguminosen bepflanzen. Diese bringen wieder Stickstoff in den Boden. Ausserdem verwenden wir wenn möglich Hofdünger, wie Rindergülle oder Hühnermist. Pflanzenabfälle aus unserer Produktion werden kompostiert und dienen ebenfalls als Dünger. Nichtsdestotrotz muss trotzdem noch "mineralischer" Dünger zugekauft werden. Denn solche Mengen Nährstoffe, die wir in Form von Nahrungsmitteln vom Betrieb wegführen, können sich nicht auf natürlichem Wege wieder innerhalb eines Jahres regenerieren.
