Es wird immer wieder gefordert, dass die Schweiz sich stärker auf die pflanzliche Nahrungsmittel - Produktion ausrichten soll. Das ist allerdings vom Klima her schwierig. Nicht nur, weil viele Kulturen wie z.B. Soja oder Hartweizen hierzulande nur an ganz wenigen Standorten gedeihen. Das grössere Problem sind die weltweiten Mitbewerber die bereits dann Ernten und liefern können, wenn bei uns noch Winterruhe herrscht.
Als Kartoffelproduzenten spüren wir aktuell besonders den Druck von den Mitbewerbern aus Ländern der Mittelmeerregion. Diese können bereits ab Januar Frühkartoffeln anbieten. Zu einem Zeitpunkt also, bei dem wir noch nicht einmal Pflügen, geschweige denn Säen oder Pflanzen können. Das ist mit ein Grund, wieso bis auf weiteres der Selbstversorgungsgrad bei den Kartoffeln in der Schweiz bei 70 - 80% verharrt. Von der Produktionskapazität her wäre zwar mehr möglich. Es ist aber nachvollziehbar, dass die Konsumenten im Frühling auch gerne mal frische Frühkartoffeln, statt "alte" Lager - Kartoffeln kaufen.
So oder so sind wir doppelt auf Kurs: Unsere Kartoffellager sind bald leer und die ersten Früh - Kartoffeln werden wir vielleicht schon Ende Mai, spätestens Anfang Juni ernten! Bei den Zwiebeln und Karotten das gleiche: Wir haben nur noch wenig an Lager aber in wenigen Tagen oder Wochen kann wieder geerntet werden.
In der Landmaschinen - Werkstatt zieht die Arbeit saisonbedingt auch wieder an. Unsere Sortier- und Abpackanlagen benötigen zwar das ganze Jahr über Wartung. Bei den Landmaschinen ist es naturgemäss anders. Im Winter werden wo möglich auch Servicearbeiten und Anpassungen vorgenommen. Der meiste Aufwand fällt aber kurz vor und während der Anbausaison an. Es gibt immer dann am meisten Wartungsarbeiten und Reparaturen, wenn die Maschinen im Einsatz sind. Bei einigen Maschinen müssen für die neue Saison noch Anpassungen vorgenommen werden. Auf dem Bild unten sieht man als Beispiel, wie bei einem Traktor die originalen Unterlenker - Fanghaken (Kat. 1) durch grössere Fanghaken (Kat. 2) ersetzt wurden. Es fehlt nur noch etwas Feinarbeit und das Lackieren.